Nakedinalunchbox


Familie
November 29, 2009, 2:07
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- eine eigene kleine Familie bilden wir drei jetzt. Kaum zu glauben, da wird man einfach so vom Paar zur Familie. Zuhause, im Zuge der Elternzeit, groovt sich diese nun ein. Der Schlaf-Wach-Rhythmus wir interniert, die Gestik und Mimik genauen Analyseprozessen unterworfen und das Umbetten des kleinen Körpers ist ein Bootcamp für die Feinmotorik. Man lernt sich kennen, ausserdem die eignen Grenzen und wie man sie überwindet.

Was es bedeutet Vater zu sein? Stolz ploppt mir als erstes in den Kopf. Stolz dieses wunderschöne Geschöpf auf die Welt losgelassen zu haben. Zu Funktionieren ist das Zweite. Das hat nichts mit 9 to 5 zu tun, Papa sein, da muss man ganz einfach allzeit bereit sein. Und man wird drittens zum Entdecker. Ein ganzes Universum erstreckt sich nicht nur im Drogeriemarkt vor einem (die Produktpalette für Babys ist unerschöpflich), sondern immer. Wie lange ist Muttermilch unter bestimmten Randbedingungen „haltbar.“ Wie helfe ich meinem Sohn bei der Verdauung, beim Bäuerchen machen? Welche Körpersignale zeigen eine Darm-, welche eine Blasenentleerung an (das kann am Wickeltisch sehr bedeutsam sein, wenn man das Molltuch schnell genug zur Hand haben möchte)?

Es hagelt Tipps aus allen Richtungen. Und man braucht sie auch. Zu unsicher ist man sich bei so vielen Kleinigkeiten und Elern zu sein, heißt vor allem, Eltern zu werden. Es braucht Zeit. Zum Glück ist unser Stöpsel sehr nachsichtig mit uns.



„Uns wurde ein König geboren“
November 8, 2009, 3:04
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Faszination

Nach einer nervenaufreibenden, aber trotzdem schönen Geburt, wird der Gedanke an einen eigenen Sohn langsam, aber sicher, zu einer Gewißheit. Die kleine Familie ist vorerst vollzählig und das neue Mitglied nimmt seine Eltern vollständig für sich ein. Die Uhren laufen seit dem anders. Der Biorhythmus passt sich an. Schlaf holt man sich, wenn der Kleine schläft – aber Schlaf braucht keiner: zu groß die Faszination an den Miniaturausgaben von Händen, Ohren, Knöcheln, Zehen – allem. Stolz starren wir auf den kleinen Wicht. Zwicken uns gegenseitig.

Immer wieder hält einer von uns plötzlich inne: „Du bist jetzt Papa, ich bin Mama. Abgefahren.“ „Der ist jetzt für immer bei uns.“ Aber Worte werden dieser neuen Galaxie von Gefühlen und Merkwürdigkeiten nicht gerecht. In Sätze lässt sich dieses neu gewonnene Lebensgefühl nicht übersetzen. Der Wahnsinn. Ein Sinngeber. Ein Wunder. Ein Thronfolger. Das alles und noch so vieles mehr.



Herbsttage
November 8, 2009, 2:57
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Blättermeer